Abstract
Jugendliche, die entweder aktiv als Täterinnen und Täter oder passiv als Opfer in Mobbinghandlungen verwickelt sind, müssen mit einer Vielzahl von negativen Kon-sequenzen umgehen. Daher ist es sehr wichtig, dass Erwachsene bei einem Mobbingvorfall so rasch wie möglich eingreifen und die Mobbingdynamik stoppen. Die in diesem Beitrag beschriebene Studie untersucht die komplexen Zusammenhänge zwischen Mobbing und schulischer Motivation. An der Studie nahmen 573 Jugendliche aus 18 Mittelschulen und 35 Klassen im Alter von 12 bis 15 Jahren teil (M= 12.52; SD = 0.67). Regressionsanalysen zeigen, dass Jugendliche, die als Opfer in Mobbing verwickelt sind, eine höhere schulische Motivation und höheres Lerninteresse, jedoch eine niedrigere Selbstwirksamkeit aufweisen. Jugendliche, die als Täterinnen oder Täter in Mobbing verwickelt sind, weisen eine nied-rigere schulische Motivation auf. Zusammengenommen verdeutlichen die Ergebnisse, dass Mobbingprävention auch Motivationsförderung differenziert mitdenken sollte. Besonders wichtig erscheint, dass Lehrkräfte Mobbingopfern das Gefühl geben, dass sie Schwierig-keiten überwinden können und Mobbingtäterinnen und -tätern verdeutlichen, dass harte Arbeit und Anstrengung (und nicht Gewalt) in der Schule zum Erfolg führt.
| Original language | German (Austria) |
|---|---|
| Pages (from-to) | 119-127 |
| Journal | Erziehung & Unterricht |
| Volume | 175 |
| Issue number | 1-2 |
| Publication status | Published - 2025 |