From Buildings Induced Mobility

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Description

Am 13. November 2013 findet an der FH Oberösterreich am Campus Wels die dritte klima:aktiv Tagung statt. Schwerpunkt dieser Tagung wird diesmal auf dem Thema „Gebäudeinduzierte Mobilität“ liegen. In der klima:aktiv Gebäudedeklaration werden auch Faktoren bewertet, die die Lage des Gebäudes hinsichtlich Nahversorgung und Anschluss an den öffentlichen Verkehr betreffen. Bei der diesjährigen klima:aktiv-Tagung werden wir intensiv der Frage nachgehen, ob etwa ein Passivhaus überhaupt diese Bezeichnung verdient, wenn durch den Standort der Energieverbrauch für die Mobilität extrem hoch ist. Es scheint an der Zeit, den Begriff ´Gesamtenergiebilanz` für die Gebäudebewertung kritisch zu betrachten und städtebauliche Fragen zu diskutieren. Die Tagung bietet einen optimalen Einblick für Hauseigentümer, Architekten, Planer, Bauträger, Immobilien-Unternehmen und Firmen. Bei der Bewertung von Gebäuden mit dem klima:aktiv Kriterienkatalog wird das Kriterium A.1.1 „Infrastruktur und Anbindung an den öffentlichen Verkehr“ als sogenanntes „Musskriterium“ mit max. 25 Punkten (von 1000) bewertet. Für qualitativ hochwertige Fahrradabstellplätze gibt es weitere 30 Punkte. Diese beiden Kriterien bilden auch den Ausgangspunkt für diese Tagung. Elektromobilität als Lösung für die Gesamtenergiebilanz? Die „Gebäudeinduzierte Mobilität“ wirft die Frage der Systemgrenzen bei der Gebäudebewertung auf: Darf zum Beispiel ein „Passivhaus“ oder „Plusenergiehaus“ als solches überhaupt bezeichnet werden, wenn durch den Standort des Gebäudes die Mobilität zu einem mitunter sogar übergewichtigen Faktor für den Energieverbrauch des Gebäudes wird? Darf der Energieverbrauch eines Gebäudes ohne die Mobilitätsfaktoren überhaupt bewertet werden? Begriffe wie „Gesamtenergiebilanz“ bzw. Gesamtenergieeffizienz“ sollten nun wörtlich genommen und städtebauliche Fragen sowie Aspekte und damit zusammenhängende Chancen der (Elektro-) Mobilität zu diskutiert werden. Bei der Gebäudebewertung könnte also die Elektromobilität in Kombination mit Solartechnologie in Zukunft eine große Rolle spielen. Damit beschäftigt sich die FH OÖ schon seit vielen Jahren. Auf dem Dach des Neubaus der FH OÖ in Wels wurde auf Betreiben des Studiengangs Öko-Energietechnik eine vom Land OÖ geförderte Photovoltaik-Anlage mit einer Nennleistung von 17 kWp installiert und im Frühjahr 2007 offiziell in Betrieb genommen. Das System besteht aus Modulen mit fünf Zellentypen und unterschiedlichen Wechselrichtern. Sie wird sowohl zur Stromerzeugung als auch für Forschungs- und Lehrzwecke genutzt. Die umfangreiche Messtechnik erlaubt eine genaue Untersuchung der einzelnen Komponenten. Ziel ist die Simulation eines energieautarken Haussystems. Es laufen derzeit mehrere Monitoring-Projekte. Eine Anzeigetafel für die solaren Erträge sowie für die Wetterstation wurde im Eingangsbereich der Fachhochschule installiert, um Studenten und Passanten über die ins öffentliche Netz eingespeiste Energie zu informieren. Unter dieser Anzeigetafel ist auch eine Steckdose angebracht, um das Elektroauto der Fachhochschule und Stadt Wels („Solarforschungsmobil“) mit Strom aufladen zu können. Dieses war eine der ersten Stromtankstellen in Österreich.
Period13 Nov 2013
Event titleklima:aktiv Bauen und Sanieren: null
Event typeConference
LocationWels, Austria