Computed tomography for archaeological specimen made of metal

Dietmar Salaberger (Speaker)

Activity: Talk or presentationInvited talk

Description

Röntgen-Computertomografie (CT) wird seit einigen Jahren sehr erfolgreich in der zerstörungsfreien Prüfung und Geometriemesstechnik von Industriebauteilen eingesetzt. Man nutzt dabei das seit Jahren aus der Medizin bekannte Diagnoseverfahren und verwendet hier speziellen CT-Anlagen, die für die Anforderungen für Industriebauteile optimiert sind z.B. eine höhere Auflösung und höhere Röntgenenergien bieten. Für archäologische Fundstücke ist CT außerordentlich gut geeignet, da das Fundstück nicht zerstört oder beeinträchtigt wird und man wertvolle Erkenntnisse über die verborgenen Innenstrukturen erlangen kann. Metallische Messobjekte stellen besondere Anforderungen an die CT-Messtechnik. Die physikalischen Gesetzmäßigkeiten, nach denen die Röntgenstrahlung im Material geschwächt wird, führen bei Materialien höherer Dichte (z.B. Eisen, Kupfer) vermehrt zu Artefakten, d.h. zu Abweichungen zwischen Messdaten und der Realität. Durch geeignete Parameterwahl und die Anwendung von artefaktreduzierender Auswerteverfahren lassen sich die CT-Daten deutlich verbessern. An einigen Beispielen werden die Möglichkeiten, Vorteile und Grenzen von Röntgen- Computertomografie diskutiert. Am Beispiel einer Gürtelschnalle, an der sich noch mineralisierte Stoffreste befinden, können die Metallteile in den CT-Messungen sehr gut dargestellt werden, da hier die Röntgenstrahlung stark absorbiert wird, was zu einem hellen Grauwert im CT-Ergebnis führt. Dadurch ist die von außen nicht sichtbare Tauschierung im CT-Schnittbild deutlich erkennbar. Durch die Mineralisierung lassen sich aber auch die Stoffreste mit CT gut darstellen. Als weitere Beispiele werden Ergebnisse von CT-Messungen an einem gynäkologischen Instrument aus Dion in Nordgriechenland, an Silbermünzen und diversen Blockbergungen vorgestellt.
Period24 Oct 2007
Held atÖsterreichische Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte, Austria