Historische Gebäude stellen ein bedeutendes kulturelles Erbe dar. Aufgrund des hohen Alters liegen zu solchen Bauwerken häufig keine Originalpläne oder sonstige zuverlässige Unterlagen vor. Daher beginnt die Analyse oft bei Null. Ziel dieser Masterarbeit war, am Beispiel des barocken Dachtragwerks über dem Marmorsaal den vollständigen Ablauf von der Erfassung der Geometrie bis zur baustatischen Analyse zu zeigen. Die Erfassung der komplexen Geometrie erfolgte mittels 3D–Laserscanning. Die daraus generierte Punktwolke diente als Grundlage für die Erstellung eines räumlichen Stabwerkmodells in einem kommerziellen Statikprogramm. Im Zentrum der Arbeit steht die baustatische Analyse des Tragwerks. Um der Realität möglichst nahe zu kommen, wurde besonderes Augenmerk auf die Modellbildung von zimmermannsmäßigen Verbindungen gelegt. Darüber hinaus werden Möglichkeiten zur realistischen Ermittlung von Windlastermittlung mithilfe eines digitalen Windkanales aufgezeigt. Im Rahmen der Arbeit werden die heutigen Möglichkeiten bei der Analyse historischer Dachkonstruktionen beleuchtet. Zudem werden kritische Bereiche der analysierten Konstruktion aufgedeckt.
| Datum der Bewilligung | 2025 |
|---|
| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
|---|
| Betreuer/-in | Georg Hochreiner (Betreuer*in) |
|---|
- Bauingenieurwesen im Hochbau
Von der Punktwolke zum 3D-Modell Baustatische Analyse eines barocken Dachtragwerks im Stift St. Florian
Kapeller, B. (Autor). 2025
Studienabschlussarbeit: Masterarbeit