Diese Masterarbeit setzt sich mit der Leere als Stilmittel in östlichen und westlichen audiovisuellen Medien auseinander. Konkret befasst sich diese Arbeit mit der Frage, wie östliche und westliche audiovisuelle Medien die Leere bewusst als Stilmittel nutzen und welche Rolle die jeweiligen kulturellen und philosophischen Kontexte dabei spielen. Ferner wird in einem Forschungsprojekt eine eigenständige Umsetzung der Leere in dem animierten Kurzfilm mouse.mp4 angestellt und der Versuch gestartet, sowohl östliche als auch westliche Darstellungsformen einzubinden. Die Forschung zu den Grundlagen dieser Arbeit zeigt, dass östliche Leere oft auf buddhistischen sowie taoistischen Philosophien basiert und durch unterschiedliche, traditionelle ästhetische Mittel wie Ma oder Yohaku no bi dargestellt werden. Ferner basiert die westliche Leere in großen Teilen auf christlichen sowie existenzialistischen Philosophien und wird oft durch Mittel wie das Erhabene oder Slow Cinema dargestellt. Die Ergebnisse der Analysen dieser Arbeit zeigen, dass östliche Medien Leere vermehrt durch lange Einstellungen, negativen Raum und eine reduzierte auditive Ebene darstellen, um einen kontemplativen Raum zu schaffen. Westliche Medien wiederum sorgen für schnelle Schnitte, hohe Kontraste, und eine dominante Geräuschlandschaft, um die Leere als überwältigendes Erlebnis darzustellen. Aufgrund dieser Erkenntnisse wird die Leere als ein kraftvolles stilistisches Mittel erkannt, welches als Werkzeug für zukünftige Medienschaffende dienen kann, um ein breites Spektrum an emotionalen Reaktionen bei Rezipienten hervorzurufen, die Aufmerksamkeit des Publikums gezielt zu fokussieren sowie zur Reflexion aufzurufen.
| Datum der Bewilligung | 2025 |
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| Originalsprache | Englisch |
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| Betreuer/-in | Jürgen Hagler (Betreuer*in) |
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The Void Across Cultures: A Comparison of the Display of Emptiness in Eastern and Western Media
Palmetshofer, L. (Autor). 2025
Studienabschlussarbeit: Masterarbeit