The Strategic Use of Art Style Variation as Visual Language in Audiovisual Storytelling

  • Kerstin Kaiser

    Studienabschlussarbeit: Masterarbeit

    Abstract

    Diese Masterarbeit untersucht die strategische Verwendung visueller Stilbrüche in audiovisuellen Medien und deren Funktion als narrative Sprache. Ausgangspunkt ist die Beobachtung, dass Art Styles nicht lediglich der ästhetischen Gestaltung dienen, sondern aktiv Bedeutungsträger sein können. Theoretisch stützt sich die Arbeit auf Konzepte der visuellen Kommunikation, kunsthistorische Stiltheorien sowie film- und medienwissenschaftliche Ansätze, insbesondere zu Diegese, Verfremdung und Metalepsen. Diese Grundlagen bilden den Rahmen, um Art Styles als visuelle Sprache zu begreifen, deren Brüche narrative und emotionale Funktionen übernehmen. Methodisch wurde eine qualitative Analyse ausgewählter Filme, Serien, Animationen und Videospiele durchgeführt. Dabei wurden Sequenzen untersucht, die eine deutliche Veränderung des visuellen Stils aufweisen und für Handlung, Atmosphäre oder Rezeption zentrale Bedeutung haben. Die Analyse zeigt, dass Stilbrüche auf vielfältige Weise eingesetzt werden: Sie können die Wahrnehmung verändern, emotionale Wendepunkte hervorheben, innere Zustände visualisieren oder eröffnen metareflexive Perspektiven auf die Fiktion selbst. Damit fungieren sie nicht als bloße visuelle Effekte, sondern als eigenständige narrative Strategien. Ergänzend wird das Masterprojekt Half-Life: Alex analysiert, ein Animationskurzfilm, in dem die Lebensgeschichte einer Protagonistin über unterschiedliche Art Styles erzählt wird, die jeweils spezifischen Videospielen nachempfunden sind. Der Film verdeutlicht, wie Stilwechsel als künstlerisches Mittel eingesetzt werden können, um sowohl persönliche Erfahrungen als auch medienreflexive Themen zu inszenieren. Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass visuelle Stilbrüche eine wirksame Form narrativer Kommunikation darstellen. Sie erweitern das Verständnis von Art Styles als bedeutungstragender Gestaltungsebene und eröffnen Ansatzpunkte für zukünftige gestalterische und wissenschaftliche Auseinandersetzungen.
    Datum der Bewilligung2025
    OriginalspracheEnglisch
    Betreuer/-inJürgen Hagler (Betreuer*in)

    Studiengang

    • Digital Arts

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