Städte und Gemeinden in Oberösterreich am Weg zur Klimaneutralität 2040
: Ein Konzept für die Errichtung und den Betrieb einer Freiflächen-Photovoltaikanlage zur Erhaltung einer kritischen Infrastruktur für Städte und Gemeinden

  • Doris Edtmayer

    Studienabschlussarbeit: Masterarbeit

    Abstract

    Angesichts des Klimawandels und der ambitionierten Klimaziele der Europäischen Union und damit auch Österreichs, müssen Städte und Gemeinden bis 2040 klimaneutral werden. Die Europäische Union gibt den Mitgliedsstaaten einen klaren Rahmen für die Umsetzung und Berichterstattung an die EU vor.1 Ziel ist, die Erderwärmung auf deutlich weniger als zwei Grad Celsius einzudämmen. Das kann nur gemeinsam erreicht werden. Die Kosten der notwendiger Klimaschutzmaßnahmen sind geringer als der Schaden, der durch den Klimawandel entsteht. Die Transformation zur Klimaneutralität ist unumgänglich, dabei müssen wirtschaftliche und ökologische Aspekte sowie die gesellschaftliche Gerechtigkeit mitberücksichtigt werden. Dazu muss die Politik lenkend eingreifen. 23 Zunächst werden die strategischen Vorgaben auf Europäischer und nationaler Ebene beleuchtet. Dies, sowie die Aufbereitung theoretischer Grundlagen, soll Städten und Gemeinden ein Grundgerüst für die eigene Klimastrategieentwicklung geben. Bevor Österreich bis 2040 klimaneutral sein wird, muss es Zwischenziele erreichen. Der Gesamtstromverbrauch soll ab 2030 zu hundert Prozent national bilanziell aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden.4 Ein zentraler Baustein bei der Dekarbonisierung des Energiesystems ist die Photovoltaik, eine umweltfreundliche und risikoarme Energiequelle.5 Die Entscheidung, in eine große Freiflächen-Photovoltaikanlage zu investieren, muss wohl überlegt sein und eine gründliche Prüfung technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen umfassen. Verantwortliche aus dem kommunalen Umfeld äußern Bedenken wegen zu erwartender Hürden. Dazu zählen beispielsweise die Unsicherheit hinsichtlich Förderungen oder knappe Einspeisekapazitäten. Das führte schließlich zum Thema und den Forschungsfragen dieser Arbeit. Am Beispiel eines Wasserwerks, welches CO2 neutral, kostengünstig und weitgehend autark betrieben werden soll, wird die Wirtschaftlichkeit analysiert und der Nutzen für die Gesellschaft beurteilt. Am Anfang steht die Frage nach dem geeigneten Standort und der grundsätzlichen Machbarkeit. Erst wenn diese Fragen geklärt sind, kann die detaillierte Planung in Angriff genommen werden. Der Überblick über die rechtlichen Erfordernisse, die Modellierung der Anlagen in realitätsnahen Größenordnungen, sowie die Wirtschaftlichkeitsberechnung geben Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ein Instrument für eine erste Einschätzung in die Hand. Es wurden drei unterschiedliche Varianten berechnet und die Dimensionierung der Speicher, die den größten Kostenfaktor darstellen, auf einen bestmöglichen Autarkiegrad ausgelegt. Alle drei Anlagen erreichen die wirtschaftliche Mindesterfordernis, dass sich die Anlagen innerhalb ihrer Lebensdauer amortisiert.
    Datum der BewilligungAug. 2024
    OriginalspracheDeutsch (Österreich)
    Betreuer/-inThomas Prinz (Betreuer*in)

    Studiengang

    • Gesundheits-, Sozial- und Public Management

    Zitieren

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