Abstract
HintergrundNach der Klassifikation von D`Amico et al. sollten sich Patienten mit high-risk-Prostatakrebs einer radikalen Prostatektomie mit erweiterter pelviner Lymphadenektomie unterziehen. Die radioaktive Markierung der Sentinel-Lymphknoten am Tag vor der Operation und die gezielte Entfernung der im SPECT/CT auffälligen Lymphknoten könnte einen Vorteil in Bezug auf die Invasivität und Radikalität der Operation bieten.
Methodik
Am Ordensklinikum Linz GmbH Elisabethinen wurden für 18 Patienten nach verdächtigen PET/CT-Befunden eine retrospektive Analyse der demographischen Daten, Operationsberichte, bildgebenden und histologischen Befunde durchgeführt. Darüber hinaus wurde die Traceraufnahme der Lymphknoten aus den Bilddaten bestimmt und das Verhältnis von Läsion-zu-Hintergrund berechnet. Alle Daten wurden mit Hilfe der deskriptiven Statistik aufbereitet und ein möglicher Cut-off Wert wurde evaluiert.
Ergebnisse
Das Durchschnittsalter aller Patienten betrug 66 Jahre (SD ± 4.57, 61,43 – 70,57Jahre) und der durchschnittliche BMI der Patienten lag bei 26,5 (SD ± 3.44, 23,06 – 29,94), was einem Übergewicht entspricht. sechs Patienten hatten einen T-Score von T2c, ein Patient von T3, vier von T3a und zwei von T3b. Die ISUP-Klassifizierung umfasste alle Klassen, wobei einer der ISUP-Klassifizierungsgruppe 1, drei der ISUP-Klassifizierungsgruppe 2, drei der ISUP-Klassifizierungsgruppe 3, vier der ISUP-Klassifizierungsgruppe 4 und drei der ISUP-Klassifizierungsgruppe 5 zugeordnet wurden. Die Berechnung der Läsions-Hintergrund-Verhältnisse ergab 3 niedrige Werte (≤ 9) im PET/CT-Datensatz, was auf einen möglichen Cut-off-Wert hinweisen könnte. Diese Verhältnisse waren auch bei der entsprechenden SPECT/CT-Untersuchung niedrig. Alle niedrigen Läsions-Hintergrund-Verhältnisse im SPECT/CT konnten keiner befundrelevanten Anreicherung im SPECT/CT zugeordnet werden. Mit dem RGS konnte eine Spezifität von 83,33%, eine Sensitivität von 92,10%, ein PPV von 76,92% und ein NPV von 94,59% erreicht werden.
Schlussfolgerung
Trotz der relativ kleinen Zahl der eingeschlossenen Patienten zeigt diese retrospektive Studie vielversprechende Ergebnisse. Die RGS könnte in Zukunft eine geringinvasive Methode zur Identifizierung und Entfernung befallener PSMA-positiver Lymphknoten bei Patienten mit high-risk-Prostatakarzinom darstellen. Hinsichtlich der Sensitivität und Spezifität sind noch Studien mit größeren Patientenzahlen erforderlich.
| Datum der Bewilligung | Juni 2024 |
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| Originalsprache | Englisch |
| Gradverleihende Hochschule |
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| Betreuer/-in | Julia Pilz (Betreuer*in) & Dominik Wurm (Betreuer*in) |
Studiengang
- Applied Technologies for Medical Diagnostics
Zitieren
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