Microservice-based Data Space Implementation

  • Edina Tornai

    Studienabschlussarbeit: Masterarbeit

    Abstract

    Diese Arbeit untersucht die Implementierung eines auf Microservices basierenden Datenraums, der die verteilte und dezentralisierte Natur solcher Architekturen nutzt. Datenräume stellen ein relativ neues Konzept für den elektronischen Datenaustausch zwischen
    vertrauenswürdigen Teilnehmern dar. Obwohl es robuste Referenzarchitekturmodelle
    gibt, sind reale Implementierungen noch begrenzt. Das Hauptziel dieser Arbeit ist es,
    eine praktische Umsetzung eines Datenraums mit Hilfe von Microservices zu etablieren,
    wobei der Schwerpunkt auf sicherem und souveränem Datenaustausch liegt.
    Die Arbeit beginnt mit einer ausführlichen Analyse des International Data Spaces
    (IDS) Referenzarchitekturmodells 4.2 (IDS-RAM 4.2) und seiner Komponenten, Kernteilnehmer und Sicherheitsprinzipien. Dieses Modell dient als Grundlage für unsere auf
    Microservices basierende Implementierung, die mithilfe von Python-Code angepasst und
    realisiert wird. Die Architektur umfasst REST-APIs, um die Kommunikation zwischen
    Datenanbieter- und Datenverbraucher-Microservices zu erleichtern und einen effizienten
    und sicheren Datenaustausch zu gewährleisten.
    Ein zentraler Aspekt dieser Implementierung ist die Betonung der Datennutzungspolitiken. Diese Richtlinien, die vom Dateninhaber festgelegt werden, sind an die geteilten
    Daten gekoppelt und werden durch Python-basierte Microservices durchgesetzt. Die Arbeit beschreibt die Entwicklung und Implementierung verschiedener Datenrichtlinien,
    wie z. B. zeitlich beschränkte Datennutzung, standortbeschränkte Richtlinien, zeitlich
    begrenzte Datennutzung einschließlich Löschung und andere. Diese Richtlinien sollen
    die Datensicherheit und die Einhaltung regulatorischer Standards gewährleisten.
    Eine praktische Demonstration des Datenraums wird durch ein Anwendungsbeispiel
    zur Überwachung des Energieverbrauchs gegeben. Ein Raspberry Pi-Gerät, ausgestattet
    mit Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren, dient als Datenanbieter-Microservice. Es
    sammelt Echtzeitdaten, die dann von einem Datenverbraucher-Microservice zur Analyse genutzt werden. Dieses Setup verdeutlicht die praktische Anwendbarkeit und die
    Vorteile eines auf Microservices basierenden Datenraums im Energiesektor und zeigt,
    wie Echtzeitdaten zur Optimierung des Energieverbrauchs und zur Verbesserung des
    Nutzerverhaltens genutzt werden können.
    Die Arbeit behandelt auch die Herausforderungen und potenziellen Lösungen bei
    der Implementierung sicherer und effizienter Datenräume. Sicherheitsverbesserungen wie
    Logging-Frameworks, Eingabevalidierung und die Verwendung von Umgebungsvariablen
    für sensible Daten werden diskutiert. Die Implementierung umfasst auch Maßnahmen
    zur Handhabung von HTTPS für sichere Datenübertragung und zur regelmäßigen Aktualisierung von Abhängigkeiten, um Schutz vor Schwachstellen zu gewährleisten.
    Datum der Bewilligung2024
    OriginalspracheEnglisch (Amerika)
    Betreuer/-inErik Sonnleitner (Betreuer*in)

    Studiengang

    • Energy Informatics

    Zitieren

    '