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Künstliche Intelligenz im UX-Designprozess: Die Verwendung von KI zur Erstellung von High-Fidelity-Prototypen

  • Daniela Kotzian

    Studienabschlussarbeit: Masterarbeit

    Abstract

    Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in Kreativbereichen nimmt stetig zu. Auch im User Experience (UX) und User Interface (UI) Design wird zunehmend untersucht, wie solche KI-Systeme sinnvoll eingesetzt werden können. Während zahlreiche theoretische Überlegungen zu potenziellen Anwendungsmöglichkeiten existieren, gibt es bislang kaum Studien, die die praktische Nutzung und Qualität KIgenerierter UI-Designs untersuchen. Es ist daher bislang unklar, ob die KIgenerierten Designs qualitativ hochwertig genug sind, um die KI-Systeme in der Praxis einzusetzen. Ziel dieser Arbeit ist daher zu untersuchen, inwieweit KI-Systeme bei der Erstellung von High-Fidelity-Prototypen etablierte Design-Standards und Gestaltprinzipien einhalten. Des Weiteren soll eine Einschätzung erfolgen, wie praxistauglich diese Systeme und deren Ergebnisse sind. Hierfür werden zunächst theoretische Grundlagen zu Künstlicher Intelligenz und UX- und UI-Design erläutert, und wichtige DesignStandards und Gestaltprinzipien identifiziert. Im Anschluss wird der aktuelle Forschungsstand durch eine systematische Literaturanalyse dargestellt. Aufgrund der geringen Anzahl der Ergebnisse wurde diese durch eine nicht-systematische Literaturrecherche ergänzt. Um die Forschungsfrage zu beantworten, wurde ein taskbasierter User-Test mit Screenaufzeichnung, Fragebogen und Interview durchgeführt. Zehn UX-Designer:innen bearbeiteten zusammen mit einem ausgewählten KI-System eine fiktive Kund:innenanfrage. Die entstandenen Designs wurden im Anschluss mittels einer heuristischen Evaluation auf Einhaltung oder Verletzung der zuvor definierten Standards und Prinzipien analysiert. Dabei wurden die Antworten aus dem Fragebogen und den Interviews herangezogen, um mögliche Designentscheidungen zu kontextualisieren. Diese Arbeit zeigt, dass die KI-generierten UI-Designs grundsätzlich mehr DesignStandards und -Prinzipien einhalten, als sie verletzen (1150 Einhaltungen und 890 Verstöße). Die Studienteilnehmer:innen nahmen diese Verstöße während der Erstellung allerdings nicht bewusst wahr. Es müssten daher erhebliche Ressourcen für die Aufdeckung und die Korrektur der Verstöße aufgewendet werden. Für die praktische Verwendung sind diese KI-Systeme noch nicht ausgereift genug. Stattdessen liegt das Potenzial eher darin, erste Designideen zu entwickeln.
    Datum der Bewilligung2025
    OriginalspracheDeutsch (Österreich)
    Gradverleihende Hochschule
    • FH OÖ
    Betreuer/-inMirjam Augstein (Betreuer*in)

    Studiengang

    • Kommunikation, Wissen, Medien

    Zitieren

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