Die Digitalisierung ermöglicht Unternehmen, Entscheidungen aufgrund von Zahlen und Fakten zu treffen, anstatt ausschließlich auf Erfahrungen vertrauen zu müssen. Business Intelligence hat sich schon nahezu in jedem Unternehmen festgesetzt und ist kaum mehr wegzudenken. Die Nutzung von Daten stellt bereits seit längerem nicht ausschließlich ein Handlungsfeld des Managements dar, sondern bietet auch für Fachabteilungen relevante Mehrwerte. Diese können durch den gezielten Einsatz von Daten ihre operativen Prozesse optimieren und fundierte Entscheidungen treffen. Das Problem stellt die Umsetzung dar, wodurch es aufgrund von Datensilos oder Schattenreporting zu einem erhöhten Risiko einer falschen Entscheidungsgrundlage führt. Die zu unterstützenden Entscheidungen sollten zur Erfüllung der Unternehmensstrategie beitragen. Werden Auswertungen von den einzelnen Fachabteilungen bereitgestellt, welche nur auf Zuruf passieren, wird dieses gemeinsame Ziel nicht erfüllt werden können. Ziel dieser Arbeit ist es, ein Vorgehensmodell zu erstellen, welches Unternehmen ermöglicht, von einem Business Intelligence pro Fachbereich zu einem unternehmensweiten Business Intelligence zu gelangen. Dafür werden zu Beginn bestehende Vorgehensmodelle erläutert, um aufzuzeigen, welches Modell für welchen Zweck geeignet ist. Es wird das Reifegradmodell von biMM vorgestellt, um den Begriff fachbereichsspezifisches Business Intelligence und unternehmensweites Business Intelligence anhand von Merkmalen zu definieren. Auf Basis der Literatur wird ein Vorgehensmodell erstellt, welches die notwendigen Transformationsschritte beschreibt. Im Zuge der Design Science Research Methode wird das erstellte Vorgehensmodell deskriptiv evaluiert. Dies geschieht anhand zweier, unabhängig voneinander, definierter Anwendungsfälle aus verschiedenen Branchen. Auf Grundlage der identifizierten kritischen Erfolgsfaktoren für die Implementierung eines unternehmensweiten Business Intelligence werden im nächsten Schritt Kriterien zur Evaluierung der Vorgehensmodelle abgeleitet. Abschließend werden sowohl die in der vorliegenden Arbeit beschriebenen, wie auch das erstellte Vorgehensmodell anhand der Kriterien evaluiert und gegenübergestellt. Bei der Evaluierung wurde ersichtlich, dass das erstellte Vorgehensmodell viele Aspekte abdeckt, welche bestehende Vorgehensmodelle nicht berücksichtigen. Zu diesen zählt zum Beispiel Change-Management oder definierte Stakeholderanalysen. Die Berücksichtigung dieser Faktoren ist entscheidend für eine erfolgreiche Realisierung. Zudem verdeutlicht die Evaluierung, dass es sich bei dem Vorgehensmodell um ein komplexes Konstrukt handelt, das insbesondere für größere Unternehmen von Interesse ist. Kleinere Unternehmen verfügen oftmals nicht über die erforderlichen Ressourcen. Das erstellte Vorgehensmodell beschreibt alle Aspekte, welche für eine erfolgreiche Transformation benötigt werden.
| Datum der Bewilligung | 2025 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Gradverleihende Hochschule | |
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| Betreuer/-in | Herbert Pataky (Betreuer*in) |
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- Information Engineering und -Management
Entwicklung eines unternehmensweiten Business Intelligence Lösungsansatzes auf Basis etablierter Vorgehensmodelle
Schwankl, L. (Autor). 2025
Studienabschlussarbeit: Masterarbeit