Nachhaltigkeit ist nicht mehr nur ein Trend – sie ist ein entscheidender Faktor für den Erfolg von Unternehmen. Aktuell häufen sich Nachhaltigkeitsvorschriften innerhalb der EU – von der EUTaxonomieverordnung über die European Sustainability Reporting Standards bis hin zum Lieferkettengesetz. Die gesetzgebende Instanz ist somit der größte Treiber für diese Entwicklung. Doch auch andere Stakeholder:innen wie die Kund:innen verlangen eine transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung. Die verpflichtende Nachhaltigkeitsberichterstattung nach den European Sustainability Reporting Standards ist zwar eine neue Herausforderung, aber bietet eine große Chance, sich von Konkurrenzunternehmen abzuheben. Diese Masterarbeit fokussiert sich auf die Bereiche Soziales und Governance und zeigt, wie Unternehmen eine wahrnehmungsoptimierte Nachhaltigkeitsberichterstattung in einem interaktiven Dashboard aufbauen können. Als Basis für die inhaltlichen Themen des Nachhaltigkeitsdashboards werden zuerst das Rahmenwerk der EU, die European Sustainability Reporting Standards, sowie freiwillige Rahmenwerke, die Global Reporting Initiative und die Sustainable Development Goals, erläutert. Aus diesen Rahmenwerken werden relevante Kennzahlen für das Nachhaltigkeitsdashboard identifiziert. Das Nachhaltigkeitsdashboard wird in Power BI für ein eigens kreiertes Musterunternehmen auf Basis der Reporting-Design-Richtlinien des ICV-Statements „Exzellenz im Reporting Design“ erstellt. Ergänzend werden in der Literatur noch nicht geprüfte Visualisierungen und Interaktionsmöglichkeiten mittels Quasi-Experiment anhand des Technologieaktzeptanzmodells getestet. Die Ergebnisse des Quasi-Experiments werden anschließend in SPSS Statistics von IBM mittels Kovarianzanalyse und Chi-Quadrat-Test ausgewertet. Im Musterdashboard wurden 89 Kennzahlen abgebildet, davon 50 nach ESRS verpflichtend vorgegebene, 13 aus den GRI, fünf aus den SDGs sowie 21 aus dem Personalcontrolling, um eine gesamthafte Steuerung zu ermöglichen. Aus den Ergebnissen des Quasi-Experiments geht hervor, dass eine Startseite entweder Kennzahlen oder Kennzahlen in Verbindung mit Textbausteinen zeigen soll. Zudem wirkt sich ein Farbkonzept positiv auf die wahrgenommene Nützlichkeit und die wahrgenommene Usability von Nachhaltigkeitsdashboards aus. Hierbei sollen Ziel- und Schwellenwerte nicht nur farblich, sondern auch in der Legende gekennzeichnet werden. Außerdem sollen die Abweichungen im Diagramm in Prozent dargestellt und farblich gesehen, in grün für positive und in rot für negative Werte, angezeigt werden. Es empfiehlt sich, die Nutzung von kombinierten Linien- und Säulendiagrammen gegenüber Inbar Diagrammen. Auch die Nutzung von Tooltips ist zu empfehlen. Wenn ein Diagramm über einen Tooltip verfügt, soll dies mit einem Symbol hervorgehoben werden. All diese Ergebnisse sowie die Erkenntnisse aus der narrativen Literaturrecherche fließen in das Endprodukt dieser Masterarbeit, das interaktive Nachhaltigkeitsdashboard für die Bereiche Soziales und Governance, ein. Somit kann diese Arbeit als Leitfaden zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsdashboards für interne und externe Berichterstattung herangezogen werden. Die Gestaltungempfehlungen dieser Masterarbeit erhöhen die Akzeptanz und in weiterer Folge die Nutzung eines Nachhaltigkeitsdashboards.
| Datum der Bewilligung | 2024 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Gradverleihende Hochschule | |
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| Betreuer/-in | Christoph Eisl (Betreuer*in) |
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- Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement
Entwicklung eines Nachhaltigkeitsdashboards für die Bereiche Soziales und Governance im Rahmenwerk der EU-Regulatorik
Hammerl, L. M. (Autor). 2024
Studienabschlussarbeit: Masterarbeit