Die Verpackung spielt für Unternehmen im B2B-Ersatzteilversand eine entscheidende Rolle, insbesondere für die Reform-Werke Bauer & Co GmbH. Die Organisationen sehen sich mit der Herausforderung konfrontiert, eine Verpackungslösung zu finden, die sowohl den technischen Anforderungen wie einem umfangreichen Schutz und einem positiven Markenerlebnis entspricht, als auch das wachsende Problem des Verpackungsmülls berücksichtigt. In Anbetracht des steigenden Umweltbewusstseins der Gesellschaft sowie der sich wandelnden Kund*innenanforderungen, ist es von zentraler Bedeutung, Verpackungen nicht nur nach den traditionellen Kriterien wie Preis und Ästhetik, sondern auch nach den ökologischen, ökonomischen und sozialen Gesichtspunkten zu bewerten. Aus diesem Grund ist es notwendig, die spezifischen Anforderungen der Logistik an die Produktverpackung im B2B-Ersatzteilversand zu identifizieren und die Vorteile nachhaltiger Verpackungslösungen aufzuzeigen. Die Erstellung einer Bewertungsmatrix ermöglicht es dem Unternehmen, Verpackungsalternativen anhand ökologischer, ökonomischer und sozialer Kriterien zu bewerten und dabei potenzielle Chancen und Risiken zu identifizieren. Dadurch ist es den Reform-Werken sowie auch anderen Unternehmen möglich, einen ausgewogenen Ansatz zu verfolgen, der die Nachhaltigkeit und die wirtschaftliche Effizienz in Einklang bringt. Die vorliegende Arbeit ist in vier inhaltliche Hauptabschnitte unterteilt: Der erste Teil der Arbeit gibt eine Einführung in die Verpackungsthematik, indem grundlegende Begriffe erläutert und die Herausforderungen im Ersatzteilversand dargelegt werden. Im zweiten Abschnitt erfolgt eine detaillierte Definition des Begriffs der Nachhaltigkeit, einschließlich des Drei-Säulen-Modells. Dabei werden auch nachhaltige Verpackungsalternativen für den B2B-Ersatzteilversand sowie deren ökologische, ökonomische und soziale Vorteile erörtert. Die ersten beiden Kapitel basieren methodisch auf Literaturrecherche und -interpretation. Der dritte Teil fasst die Erkenntnisse aus den ersten beiden Abschnitten zusammen. Es erfolgt die Entwicklung einer Bewertungsmatrix, die Unternehmen bei der Auswahl der optimalen Verpackung unterstützen soll. Die Matrix wird im vierten Abschnitt anhand einer Real-Case-Study auf die ReformWerke angewendet. Das zentrale Ergebnis dieser Arbeit ist die Bewertungsmatrix zur Bewertung nachhaltiger Verpackungsalternativen. Für die Bewertung werden spezifische ökologische, ökonomische und soziale Kriterien definiert und begründet, die eine ganzheitliche Bewertung ermöglichen. Die Matrix findet bei den Reform-Werken Anwendung, um einen Einsatz in der Praxis zu demonstrieren. Die Auswahl der zu bewertenden Verpackungslösungen und die Gewichtung der Kriterien erfolgt in Abstimmung mit den Abteilungen Einkauf, Lagerlogistik und Versand. Im Rahmen der Untersuchung wurden die Materialien Karton, LDPE-Beutel, biologisch abbaubare Kunststoffbeutel sowie die Holzbox getestet. Das Ergebnis der Matrix zeigt eine annähernde Punkte-Gleichverteilung des Kartons, der LDPEBeutel und der biologisch abbaubaren Kunststoffbeutel. Die Holzbox liegt mit einem deutlichen Abstand auf dem letzten Platz. Dennoch erweist sich der Karton mit der insgesamt höchsten Punktzahl als die optimale Verpackungslösung für die Reform-Werke. Gefolgt wird er von den biologisch abbaubaren Kunststoffbeuteln, die speziell für das Verpacken von Schrauben und Muttern eingesetzt werden können. Aus diesen Erkenntnissen lassen sich konkrete, praxisnahe Handlungsempfehlungen ableiten, um den Verpackungsprozess allgemein nachhaltiger zu gestalten
| Datum der Bewilligung | 2024 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Gradverleihende Hochschule | |
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| Betreuer/-in | Manuela Brandner (Betreuer*in) |
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- Internationales Logistikmanagement
Entwicklung einer Bewertungsmatrix zur ganzheitlichen Bewertung nachhaltiger Produktverpackungen im B2B-Ersatzteilversand
Schimek, N. (Autor). 2024
Studienabschlussarbeit: Bachelorarbeit