Die Rolle der EU-Taxonomie im Nachhaltigkeitscontrolling

  • Johanna Hemetsberger

    Studienabschlussarbeit: Bachelorarbeit

    Abstract

    Die vorliegende Bachelorarbeit befasst sich mit der zunehmenden Relevanz der nachhaltigen Entwicklung für Unternehmen sowie deren Einfluss auf Geschäftsmodelle und strategische Entscheidungen. Die Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte wird zunehmend von Stakehodern gefordert. In diesem Kontext stellt die EU-Taxonomie als neues Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten einen zentralen Aspekt dar. Das System hat erhebliche Auswirkungen auf das Controlling und fordert Unternehmen dazu auf, ihre Geschäftsprozesse anzupassen, um den Anforderungen an Transparenz und Nachhaltigkeit gerecht zu werden. Ziel dieser Arbeit ist es, die Struktur, Funktionsweise und Auswirkungen der EU-Taxonomie auf Unternehmen zu analysieren und aufzuzeigen, wie diese nachhaltig in die Unternehmenspraxis integriert werden können. Hierbei liegt der Fokus auf der Integration von ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien in die Steuerungsprozesse des Controllings. Im Rahmen des theoretischen Teils erfolgt eine ausführliche Erörterung der Grundlagen und Ziele der EU-Taxonomie sowie ihrer Funktion als Instrument zur Förderung nachhaltiger Geschäftspraktiken. Auf der empirischen Ebene erfolgt eine Untersuchung der Implementierung der Anforderungen der EU-Taxonomie im Nachhaltigkeitscontrolling durch Unternehmen sowie Auswirkungen dieser Implementierung auf die Steuerungsprozesse. Von wesentlicher Bedeutung sind dabei die Herausforderungen, denen Unternehmen bei der praktischen Umsetzung der EU-Taxonomie begegnen. Diesbezüglich ist insbesondere die mangelnde Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen Daten zu nennen. Andererseits bieten sich durch die Integration von Nachhaltigkeitsthemen Chancen, insbesondere in Bezug auf die langfristige Stabilität. Die Bedeutung der EU-Taxonomie wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen, da immer mehr Unternehmen nachhaltige Geschäftsmodelle in ihre Strategie aufnehmen. Die erfolgreiche Integration von ökonomischen, ökologischen und sozialen Kriterien wird zunehmend als strategischer Vorteil betrachtet, der langfristig die Sicherung von Wettbewerbsvorteilen ermöglicht. Gleichzeitig sind Unternehmen gefordert, ihre internen Prozesse kontinuierlich an die steigenden regulatorischen Anforderungen anzupassen. Nur durch die Umsetzung dieser Maßnahmen können die Unternehmen den wachsenden Erwartungen der Stakeholder gerecht werden und ihre wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit gewährleisten.
    Datum der Bewilligung2024
    OriginalspracheDeutsch (Österreich)
    Betreuer/-inPeter Hofer (Betreuer*in)

    Studiengang

    • Controlling, Rechnungswesen und Finanzmanagement

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