Ausgehend von persönlichen Praxiserfahrungen im beruflichen Umfeld, in denen wiederholt mit fehlerhaften, unvollständigen oder veralteten Daten gearbeitet werden musste, stellt sich die Frage, wie Datenqualitätsprobleme systematisch vermieden oder minimiert werden können. Gerade aus Sicht des Prozessmanagements liegt es nahe, Datenqualität nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch und prozessorientiert zu betrachten. Ziel dieser Arbeit ist es daher, einen strukturierenden Überblick über Methoden und Modelle des Datenqualitätsmanagements (DQM) zu geben und deren Anwendbarkeit im Handel aus prozessorientierter Sicht zu analysieren. Die Arbeit gliedert sich in zehn Kapitel. Nach der Einleitung erfolgt in Kapitel 2 eine fundierte Auseinandersetzung mit dem Begriff der Datenqualität, den zugrunde liegenden Qualitätsdimensionen sowie den Ursachen und Auswirkungen mangelhafter Datenqualität. Kapitel 3 und 4 thematisieren die Prinzipien, Ziele und Rollen des Datenqualitätsmanagements sowie relevante Referenzmodelle zur prozessorientierten Analyse. Im anschließenden Hauptteil (Kapitel 5 und 6) werden zentrale Methoden sowie Modellensystematisch beschrieben, verglichen und hinsichtlich ihrer Stärken, Schwächen und Einsatzbereiche bewertet. In Kapitel 7 erfolgt die Einordnung der Ansätze im Handelskontext, wobei branchenspezifische Anforderungen, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren diskutiert werden. Den Abschluss bilden Limitationen der Arbeit sowie ein Ausblick auf mögliche Anschlussforschungen. Im Ergebnis zeigt sich, dass Datenqualitätsmanagement im Handel dann besonders wirksam ist, wenn Methoden gezielt entlang des Datenlebenszyklus eingesetzt und mit einem übergeordneten Steuerungsmodell kombiniert werden. Erfolgsentscheidend ist dabei die klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die kontinuierliche Überwachung und Verbesserung der Datenqualität durch standardisierte Prozesse. Die Arbeit beantwortet somit die zentrale Forschungsfrage nicht direkt, sondern liefert praktische Handlungsempfehlungen für Unternehmen. Sie versteht sich als theoretischkonzeptionelle Grundlage, die in zukünftigen Studien durch empirische Fallbeispiele ergänzt werden kann.
| Datum der Bewilligung | 2025 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Betreuer/-in | Christina Feilmayr (Betreuer*in) |
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- Prozessmanagement und Business Intelligence
Datenqualitätsmanagement aus Prozessperspektive (im Handel): Methoden und Modelle
Memaci, M. (Autor). 2025
Studienabschlussarbeit: Bachelorarbeit