Community-basiertes Marketing: Wie Organisationen in der Tabakfabrik Linz ihre Communities steuern

  • Sabrina Payrhuber

    Studienabschlussarbeit: Bachelorarbeit

    Abstract

    Im 21. Jahrhundert hat sich Community-Building zu einer relevanten Marketingstrategie entwickelt, da Konsument:innen zunehmend Wert auf Gemeinschaftsgefühl und Partizipation legen. Erfolgreiche Unternehmen, Organisationen und Marken schaffen genau das: Sie bieten Orte der Identifikation und des Engagements. In der Tabakfabrik Linz wird Community-Building gezielt gefördert, um Vernetzung, Zusammenarbeit und die Bindung von Mitgliedern zu stärken. Vor diesem Hintergrund untersucht die vorliegende Arbeit die Frage: Wie setzen Akteur:innen in der Tabakfabrik Linz Community-Building als Marketingstrategie ein, und welche Erfolgsfaktoren sowie Herausforderungen ergeben sich daraus? Ziel ist es, praxisnahe Einblicke zu gewinnen und Faktoren herauszuarbeiten, die für den langfristigen Aufbau und die Pflege von Communities relevant sind. Die Arbeit folgt einem qualitativen Forschungsansatz und basiert auf fünf Experteninterviews mit Akteur:innen aus verschiedenen Teil-Communities der Tabakfabrik Linz. Die Interviews wurden leitfadengestützt durchgeführt und nach der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet. Die Aussagen der Befragten wurden systematisch codiert und auf wiederkehrende Muster, Erfolgsfaktoren und Herausforderungen hin untersucht. Zusätzlich erfolgte eine theoretische Einordnung anhand gängiger Modelle des Community-Buildings. Die Untersuchung zeigt, dass erfolgreiche Community-Building-Strategien in der Tabakfabrik Linz durch neun Erfolgsfaktoren gekennzeichnet sind: strukturiertes Onboarding, zielgruppenorientierte Ansprache, verantwortliche Ansprechpersonen, Sichtbarkeit, Diversität, Vernetzung, verbindende Formate und Aktivitäten, Agilität sowie die Pflege persönlicher Beziehungen. Als besonders wirksam erweist sich die Kombination aus analogen Formaten und digitalen Plattformen zur Förderung von Interaktion. Gleichzeitig stellen die langfristige Sicherstellung von Engagement, der Umgang mit begrenzten Ressourcen und die Balance zwischen strategischer Planung und situativer Anpassung Herausforderungen dar. Die gewonnenen Erkenntnisse liefern praxisnahe Ansätze zur Weiterentwicklung von CommunityBuilding-Strategien und geben Impulse für zukünftige Forschungen.
    Datum der Bewilligung2025
    OriginalspracheDeutsch (Österreich)
    Betreuer/-inMarkus Moser (Betreuer*in)

    Studiengang

    • Marketing und Digital Business

    Zitieren

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