Bewertungsmodell für die Implementierung optischer Identifikationssysteme in der Intralogistik

  • Martin Frauscher

    Studienabschlussarbeit: Bachelorarbeit

    Abstract

    Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Bewertungsmodells, das Unternehmen bei der Entscheidung über die Einführung optischer Identifikationssysteme in der Intralogistik unterstützt. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen an Transparenz, Effizienz und Digitalisierung in den logistischen Prozessen stehen viele Unternehmen vor der Frage, wie und welche technologischen Lösungen sinnvoll in bestehende Prozesse integriert werden können. Ziel der Arbeit war es, ein strukturiertes und praxisorientiertes Bewertungsmodell zu entwickeln, das sowohl technische, wirtschaftliche, organisatorische als auch strategische Faktoren berücksichtigt und Unternehmen eine fundierte Entscheidungsgrundlage bietet. Auf Basis einer umfassenden Literaturanalyse wurden vier zentrale Bewertungskategorien definiert und in ein zweistufiges Bewertungsmodell überführt: • Phase 1: Machbarkeitsprüfung (KO-Kriterien-Abgleich und Kosten-Nutzen-Analyse) • Phase 2: Bewertung durch eine Nutzwertanalyse Das Modell wurde im Rahmen einer Fallstudie bei der Motion06 GmbH erfolgreich getestet. Dabei konnte eine fundierte Entscheidung zur Einführung eines optischen Identifikationssystems getroffen und eine konkrete Handlungsempfehlung ausgesprochen werden. Besonders positiv wurde die klare und strukturierte Vorgehensweise bewertet, die es ermöglichte, alle relevanten Faktoren systematisch und nachvollziehbar zu analysieren. Die Reflexion des Modells zeigte, dass es eine praxisnahe, ganzheitliche und leicht verständliche Entscheidungsgrundlage bietet. Gleichzeitig wurden Verbesserungspotenziale identifiziert, insbesondere im Hinblick auf die klarere Definition von Bewertungsskalen und die Verfügbarkeit einer möglichst objektiven Datengrundlage. Darüber hinaus eignet sich das Modell auch für den direkten Vergleich mehrerer optischer Identifikationssysteme, um die für das Unternehmen am besten geeignete Lösung zu ermitteln. Eine Übertragung des Modells auf andere Technologien im Bereich der Intralogistik ist grundsätzlich möglich. Für den Einsatz bei alternativen Systemen, wie zum Beispiel RFID, ist jedoch eine vorherige Überprüfung und Anpassung der Bewertungsfaktoren erforderlich, um die spezifischen Anforderungen und Besonderheiten angemessen zu berücksichtigen. Abschließend lässt sich festhalten, dass das entwickelte Bewertungsmodell einen Beitrag zur objektiven Technologiebewertung leistet und Unternehmen dabei unterstützt, Investitionsentscheidungen im Bereich der Intralogistik fundiert, strukturiert und nachvollziehbar zu treffen.
    Datum der Bewilligung2025
    OriginalspracheDeutsch (Österreich)
    Betreuer/-inVeit Kohnhauser (Betreuer*in)

    Studiengang

    • Internationales Logistikmanagement

    Zitieren

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