Das Working Capital Management hat für Unternehmen eine große Bedeutung, insbesondere in herausfordernden wirtschaftlichen Zeiten. Eszielt darauf ab, gebundene Liquiditätsreserven zu nutzen, die Innenfinanzierungskraft zu stärken und die Abhängigkeit von externen Kapitalgebern zu verringern. Insbesondere für produzierende Unternehmen, die hohe Kapitalvorleistungen erbringen müssen, ist ein effektives Working Capital Management von entscheidender Bedeutung und sollte als zentrale Aufgabe des Managements gesehen werden. Die Tatsache, dass Unternehmen die langfristigen Potenziale eines effektiven Working Capital Managements für Finanzierungskraft und Unternehmenswertsteigerung nutzen sollten, lässt die zentrale Frage aufkommen, wie sich Maßnahmen zur Bestandsoptimierung entlang der Wertschöpfungskette in der Produktion auf das Working Capital auswirken? Das Ziel dieser Arbeit ist es, konkrete Empfehlungen zur Verbesserung der finanziellen Gesundheit und Wertsteigerung von Produktionsunternehmen durch ein optimiertes Working Capital Management zu entwickeln. Mittels einer Literaturrecherche sollen dabei die notwendigen Begriffsdefinitionen vorgenommen werden, um eine Basis für die Optimierungsansätze zu schaffen. In diesem Zusammenhang werden außerdem geeignete Key Performance Indicators identifiziert, um Werttreiber des Working Capitals zu überwachen und die Effektivität von Maßnahmen zu messen. Es werden die cash-wirksamen, bilanzwirksamen und ergebniswirksamen Effekte analysiert, die sich aus den Bestandsoptimierungsmaßnahmen ergeben. Die Arbeit untersucht zudem, wie ein effektives Working Capital Management die Unternehmenswertsteigerung fördern kann und wie diese Potenziale gemessen werden können. Das Working Capital bezeichnet den Betrag an Kapital, der kurzfristig zur Finanzierung des Umlaufvermögens in einem Produktionsunternehmen benötigt wird und somit im Unternehmen gebunden ist. Es beinhaltet das Ergebnis aus der Addition der Vorräte und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit des Unternehmens entstehen. Produzierende Industrieunternehmen haben typischerweise hohe Lagerbestände, die dieses Working Capital maßgeblich beeinflussen. Eine effektive Bestandsführung erfordert eine ausgewogene Berücksichtigung verschiedener Faktoren und eine Anpassung an die Unternehmensstrategie. Diese Aufgabe ist komplex, aber entscheidend für das Management. Die erfolgreiche Umsetzung von Bestandsoptimierungsmaßnahmen führt zu einer verbesserten Liquiditätslage und steigert die Wettbewerbsfähigkeit. Durch reduzierte Lagerhaltung und gesteigerte operative Effizienz sinkt der Fremdkapitalbedarf, was die Kapitalkosten senkt und das Unternehmensrating verbessert. Das Working Capital Management bietet somit Potenziale zur Steigerung des Unternehmenswerts.
| Datum der Bewilligung | 2024 |
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| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
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| Betreuer/-in | Gerald Fallent (Betreuer*in) |
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- Smart Production und Management
Auswirkungen von Maßnahmen zur Bestandsoptimierung entlang der Wertschöpfungskette in der Produktion auf das Working Capital
Schicklgruber, M. (Autor). 2024
Studienabschlussarbeit: Bachelorarbeit