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Auswirkungen des deutschen Lieferkettengesetzes auf das Risikomanagement von Lieferanten in Österreich

  • Gina Maria Wieser

    Studienabschlussarbeit: Masterarbeit

    Abstract

    Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) auf österreichische Unternehmen, insbesondere im Hinblick auf deren Risikomanagementprozesse. Das Gesetz, das am 1. Januar 2023 in Kraft trat, verpflichtet deutsche Unternehmen dazu, menschenrechtliche und umweltrechtliche Risiken entlang Ihrer gesamten Lieferkette zu identifizieren, zu minimieren und Verstöße zu beenden. Obwohl es primär auf deutsche Unternehmen abzielt, hat es auch indirekte Auswirkungen auf österreichische Unternehmen, die Teil dieser Lieferketten sind. Viele österreichische Unternehmen sind sich dieser Betroffenheit nicht bewusst und glauben irrtümlich, das Gesetz betreffe ausschließlich deutsche Firmen. Angesichts der engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und Österreich ist es für österreichische Unternehmen jedoch unerlässlich, sich frühzeitig auf die Anforderungen des Gesetzes vorzubereiten, um rechtliche und wirtschaftliche Risiken zu minimieren und den Risikomanagementprozess entsprechend zu gestalten. Die Arbeit gliedert sich in fünf Hauptkapitel. Nach der Einleitung wird im zweiten Kapitel der Weg zum deutschen Lieferkettengesetz dargestellt, wobei das Ursprungskonzept der Nachhaltigkeit und die historischen Ereignisse, die zur Verabschiedung des Gesetzes führten, erörtert werden. Kapitel drei bietet eine theoretische Grundlage zum deutschen Lieferkettengesetz und beleuchtet die gesetzlichen Anforderungen und Verpflichtungen, die betroffene Unternehmen erfüllen müssen. Dabei werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu anderen internationalen Lieferkettengesetzen herausgearbeitet. Kapitel vier widmet sich dem klassischen Risikomanagementprozess, erläutert dessen Grundlagen und geht speziell auf das Risikomanagement von Lieferanten ein. Abschließend wird im fünften Kapitel untersucht, wie sich das deutsche Lieferkettengesetz auf österreichische Unternehmen auswirkt und welche Veränderungen dies für den Risikomanagementprozess bedeutet. Die qualitative Untersuchung zeigt, dass das deutsche Lieferkettengesetz erhebliche Auswirkungen auf österreichische Unternehmen hat, insbesondere auf deren Risikomanagementprozesse. Unternehmen, die Teil der betroffenen Lieferketten sind, müssen Ihre Risikomanagementprozesse anpassen, um den neuen gesetzlichen Anforderungen gerecht zu werden. Dies betrifft insbesondere die Identifizierung, Bewertung und Minimierung von Risiken in der Lieferkette. Die Arbeit hebt hervor, dass österreichische Unternehmen frühzeitig Maßnahmen ergreifen müssen, um Compliance-Risiken zu minimieren und mögliche rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Darüber hinaus liefert die Arbeit konkrete Handlungsempfehlungen zur Anpassung des Risikomanagements, um den Anforderungen des deutschen Lieferkettengesetzes gerecht zu werden. Diese Empfehlungen umfassen die Implementierung umfassender Risikoanalysen und die Entwicklung von Strategien zur kontinuierlichen Überwachung und Verbesserung der Lieferkettenprozesse.
    Datum der Bewilligung2024
    OriginalspracheDeutsch (Österreich)
    Gradverleihende Hochschule
    • FH OÖ
    Betreuer/-inMarkus Gerschberger (Betreuer*in)

    Studiengang

    • Supply Chain Management

    Zitieren

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