Abstract
Die zunehmende Technologisierung verlangt von großen Bauunternehmen eine effiziente Nutzung von Daten durch Business Intelligence & Analytics (BIA) Systeme. Trotz technischer Fortschritte können BIA-Initiativen die erwarteten Effektivitäts- und Effizienzgewinne aufgrund mangelnder Technologieakzeptanz nicht realisieren. Ziel dieses Papers ist daher die Ableitung von praxisnahen Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von BIA Systemen großer österreichischer Bauunternehmen. Mittels systematischer Literaturrecherche und Mixed-Method-Approach wurden technologische, organisatorische und individuelle Einflussfaktoren auf die Implementierung und Technologieakzeptanz von BIA-Systemen systematisch identifiziert und analysiert. Die Experteninterviews zeigen, dass Infrastruktur, Datenqualität, Mitarbeiterkompetenz, Benutzerfreundlichkeit und eine klare BIA-Vision zentrale Erfolgsfaktoren darstellen. Das auf dem Technologieakzeptanzmodell basierte Strukturgleichungsmodell validiert signifikante Zusammenhänge zwischen wahrgenommener Nützlichkeit, Benutzerfreundlichkeit und Nutzungsintention. Insbesondere Faktoren wie berufliche Relevanz, Nutzererfahrung und soziale Normen beeinflussen die Technologieakzeptanz signifikant. Für die erfolgreiche Implementierung von BIA-Systemen ist daher nicht nur technologische Exzellenz, sondern insbesondere nutzerzentrierte Systemgestaltung entscheidend. Zukünftige Forschung sollte Potenziale von prädiktiven sowie KI-gestützten Anwendungen im BIA-Kontext der Bauwirtschaft weiter evaluieren.
| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
|---|---|
| Titel | Konferenzband CARF Luzern 2025 |
| Untertitel | Controlling. Accounting. Risiko. Finanzen. |
| Redakteure/-innen | Stefan Behringer |
| Herausgeber (Verlag) | Verlag IFZ – Hochschule Luzern – Wirtschaft |
| Seiten | 76-103 |
| Seitenumfang | 27 |
| ISBN (elektronisch) | 978-3-907379-60-8 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 1 Okt. 2025 |
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