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Selbstbewertung der digitalen Reife im Krankenhaus – Vorgehensmodell für die digitale Transformation in österreichischen Krankenhäusern

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftArtikelBegutachtung

Abstract

Zielsetzung
Das österreichische Krankenanstaltenwesen unterliegt einem sich zunehmend verschärfenden Veränderungsdruck und Innovationsbedarf. Neben Ressourcenverfügbarkeit und Leistungseffizienz bestimmen Fachkräfteverfügbarkeit und Nachfragesteigerungen die System- und Prozessgestaltung im Krankenhaus. Wesentliche Stellhebel in diesem Zusammenhang bilden die Digitalisierung und digitale Transformation, die es zielgerichtet und konzeptionell auf individueller Hausebene zu etablieren gilt. Es stellt sich diesbezüglich die Frage: Wie lassen sich mithilfe einer Selbstbewertung und konzeptionellen Weiterentwicklung die krankenhausspezifische digitale Reife sowie Transformation im Krankenhaus identifizieren und forcieren?


Methodik
Die aktuelle digitale Reife eines österreichischen Krankenhauses wurde, aufbauend auf einer semi-strukturierten Literaturrecherche und mit Hilfe einer professionsübergreifenden Online-Erhebung unter den Mitarbeiter:innen des betrachteten Krankenhauses (N=1089, n=164, rr=15,1%), erhoben und interpretiert. Aufbauend wurde mittels interdisziplinärem Expertenworkshop (n=20) mögliche Stellhebel der digitalen Transformation im Krankenhaus identifiziert und analysiert.


Ergebnisse
Die Ergebnisse verdeutlichen eine hohe Bedeutung der Digitalisierung und digitalen Transformation für die unterschiedlichen Professionen und Akteure im Krankenhaus. Ferner wird ersichtlich, dass in patientennahen Bereichen die digitale Reife geringer ausgeprägt ist als in patientenfernen Gebieten. Hinsichtlich der möglichen Lösungsansätze und Handlungsfelder zur Verbesserung der Digitalisierung im Krankenhaus liegen die Schwerpunkte aus Sicht der Mitarbeiter:innen zum einen auf einer übergreifenden Digitalisierungsstrategie und zum anderen auf dem verstärkten fachlichen digitalen Austausch. Als weitere Handlungsbedarfe werden die Stärkung der Mitarbeiterakzeptanz sowie die Schulung bezüglich digitaler Kompetenzen gesehen.


Schlussfolgerungen
Die derzeitigen Veränderungen hinsichtlich Leistungsspektrum, Ressourcenverfügbarkeit und Patientenverhalten erfordern von den Entscheidungs- und Managementverantwortlichen sowie den Mitarbeiter:innen im Krankenhaus gleichermaßen eine erhöhte Veränderungsbereitschaft. Neben der Offenheit gegenüber interdisziplinärer Kooperation und hybriden Human Machine Teaming gilt es, die Mehrwerte und Wirkungen der Digitalisierung und digitalen Transformation transparent zu erheben und klar zu kommunizieren.
Titel in ÜbersetzungSelf-assessment of digital maturity in hospitals - Roadmap for digital transformation in Austrian hospitals
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Seiten (von - bis)262-270
Seitenumfang9
FachzeitschriftGesundheitsokonomie und Qualitatsmanagement
Jahrgang30
Ausgabenummer5
DOIs
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1 Okt. 2025

UN SDGs

Dieser Output leistet einen Beitrag zu folgendem(n) Ziel(en) für nachhaltige Entwicklung

  1. SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen
    SDG 3 – Gute Gesundheit und Wohlergehen

Schlagwörter

  • digital maturity
  • digital transformation
  • hospital
  • roadmap
  • self-assessment

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