Macht im Maßnahmenvollzug: Eine qualitative Untersuchung von Macht und Widerstand in der totalen Institution des österreichischen Maßnahmenvollzugs

Publikation: Beitrag in FachzeitschriftArtikel

Abstract

In diesem Artikel wird der Frage nachgegangen, mit welchen Machttechniken psychisch kranke
Straftäter*innen, die im österreichischen Maßnahmenvollzug angehalten werden, konfrontiert sind und mit
welchen widerständigen Praxen sie auf diese Herausforderungen reagieren. Theoretischer Ausgangspunkt
ist die Überlegung, dass Subjekte danach streben, Autonomie herzustellen, indem sie subjektiv sinnvolle
Praxen bedienen, um die individuellen Möglichkeitsräume zu erweitern. Mittels qualitativer Forschung
mit Betroenen und unter Anwendung oener Kodierverfahren konnten zentrale Machtstrategien im
Maßnahmenvollzug identiziert werden: Strafen und Privilegien, Fixierung und Isolierung, Zwangsmedikation
und Zwangsheilung, Überwachung und Kontrollen sowie die ‚Macht der unbestimmten Dauer‘. Diese
Machttechniken werden im Folgenden beschrieben und die daraus resultierenden widerständigen Praxen
und ihre Auswirkungen auf die Handlungsfähigkeit der Insass*inn*en und Patient*inn*en aufgezeigt.
OriginalspracheDeutsch (Österreich)
Seiten (von - bis)94-108
Seitenumfang14
Fachzeitschriftsoziales_kapital
Jahrgang2022
Ausgabenummer26
PublikationsstatusVeröffentlicht - 1 Juni 2022

Schlagwörter

  • Maßnahmenvollzug
  • Machttechniken
  • Widerstand
  • Zwangskontext

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