Abstract
Die Integration von Large Language Models (LLMs) in Enterprise-Resource-Planning-Systeme (ERP) leitet einen Paradigmenwechsel in der Mensch-Maschine-Interaktion ein. Diese Entwicklung transzendiert inkrementelle Funktionserweiterungen und etabliert eine neue Form der Zusammenarbeit, die das Potenzial hat, die Effizienz und strategische Agilität von Organisationen nachhaltig zu steigern. An die Stelle starrer, menügeführter Benutzeroberflächen tritt eine dynamische, konversationelle und kontextsensitive Interaktionsebene. Die als „Copilots“ (z. B. Microsoft Copilot, SAP Joule) bezeichneten Systeme werden strategisch als Werkzeuge zur Erweiterung menschlicher Fähigkeiten positioniert, nicht zu deren Ersatz. Dieser Ansatz, der den Menschen in der Kontrollinstanz belässt, fördert die Nutzerakzeptanz und mindert organisatorische Widerstände. Die Konsequenz ist eine Verschiebung im Change Management: weg von der Sorge um Arbeitsplatzverluste hin zur Weiterqualifizierung für eine effektive Mensch-Maschine-Kollaboration [1, 2]. Letztlich fungieren LLM-Copilots als Katalysatoren für die organisatorische Weiterentwicklung, indem sie die Kernziele von ERP-Systemen – Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung und datengestützte Entscheidungsfindung – auf ein neues Niveau heben.
| Originalsprache | Deutsch (Österreich) |
|---|---|
| Seiten (von - bis) | 22-26 |
| Seitenumfang | 5 |
| Fachzeitschrift | ERP-Information |
| Jahrgang | 2025 |
| Ausgabenummer | 4 |
| DOIs | |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht - 19 Okt. 2025 |
Schlagwörter
- LLMs, ERP
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