Das Stromnetz der Zukunft, das Smart Grid, stellt ein hochgradig komplexes „System of Systems“ dar, wobei die einzelnen Teilsysteme oftmals von unterschiedlichen Herstellern geschaffen werden. Um die Vorteile des intelligenten Stromnetzes nutzen zu können, müssen diese unterschiedlichen Teilsysteme miteinander kooperieren können. Die Interoperabilität von Teilsystemen verschiedener Hersteller benötigt Standardisierungen auf verschiedenen Ebenen, von der Vernetzung verwendeter Komponenten über syntaktische und semantische Interoperabilität (Transport- bzw. Anwendungsprotokolle) bis hin zu gemeinsamen Business Modellen. Die konkreten technischen Probleme dabei reichen von einheitlichen Adressierungsschemata für Smart Grid Ressourcen über standardisierte Datenmodelle, Zusicherung von benötigten Dienstgüten (z.B. bezüglich Latenzen oder Verfügbarkeiten von Diensten) bis zu Multi-User Berechtigungsmodellen. Das Projekt schlägt eine Meta-Architektur vor, die durch die Schaffung eines geeigneten Protokollstacks die Interoperabilität verschiedener Smart Grid Komponenten auf End-to-End Basis ermöglicht und somit ohne zentrale Middleware Frameworks auskommt.