Über die Expansionen digitaler Animation am Beispiel Prix Ars Electronica

Aktivität: Gespräch oder VortragVortrag

Beschreibung

Der Prix Ars Electronica, einer der ersten Wettbewerbe für digitale Medienkunst, dokumentiert anhand der Kategorie »Computer Animation / Film / VFX« kontinuierlich die Genealogie der Digitalen Animation und gibt einen Überblick über internationale Positionen und Sichtweisen. Seit Mitte der 1980er Jahre zeichneten sich dabei Tech-Demos, Kurzfilme mit eigens entwickelten Werkzeugen, künstlerisch avantgardistische Animationen, kommerzielle Filme, Visual-Effekts-Arbeiten sowie narrative Charakteranimationen aus. Der Wettbewerb zeigt eindrücklich nicht nur das expansive Anwachsen von neuen Technologien, Formen und Gattungen, sondern auch die Vielfalt im Inhaltlichen wie auch im Gestalterischen. Ein Blick auf die Preisträger der letzten Jahre zeigt eine breite Palette an Erscheinungsformen: hybride Stop-Motion-Animationen, Found-Footage-Filme, generative und interaktive Arbeiten, Installationen im Ausstellungskontext und Fassadenprojektionen. Die einstmals klaren Grenzen zwischen den Genres und Spielarten der digitalen Animation haben sich aufgelöst, ihre Erweiterungstendenzen sind unverkennbar. Dabei stellt sich vermehrt die Frage nach der eigentlichen Substanz Digitaler Animation gekoppelt mit einer Grundsatzdiskussion über eine solche Kategorie innerhalb der Ars Electronica. Anhand von aktuellen Beispielen von Prix Ars Electronica-Preisträgern sollen einerseits Entgrenzungen, Randgebiete sowie Trends und künftige Entwicklungen in der Computeranimation aufgezeigt werden und andererseits über eine mögliche Neuorientierung des Wettbewerbs diskutiert werden.
Zeitraum24 Okt. 2014
Ereignistitel2. Jahrestagung der AG Animation. Im Wandel ... – Metamorphosen der Animation
VeranstaltungstypKonferenz
OrtTübingen, Deutschland