Über Anomalien an der Schnittstelle von Animation, Kunst und Technologie

Aktivität: Gespräch oder VortragVortrag

Beschreibung

Ein Grundthema der Medienkunst und im Speziellen der künstlerischen Computeranimation ist das Zusammenwirken von Kunst und Technologie; eine ihrer zentralen Fragen lautet daher: Wie können einerseits Technologie und in weiterer Folge Wissenschaft künstlerische Prozesse beeinflussen und wie können andererseits künstlerisches Forschen und Experimentieren technologische und wissenschaftliche Entwicklungen vorantreiben? In der Computeranimation sind die Wechselwirkungen zwischen Hard- und Software und deren Anwenderinnen und Anwendern evident. Technologie beeinflusst die User und somit auch den künstlerischen Prozess und vice versa. Dabei sind zwei grundlegende Formen des Zusammenspiels festzustellen: Zum einen wird gezielt Technologie für spezielle Anwendungen entwickelt und diese werden dementsprechend eingesetzt. Zum anderen sind technologische Innovationen jeglicher Art Anstoß für experimentelle Wege, werden modifiziert und in einer neuen Form genutzt, zerstört oder „missbraucht“. Technologie kommt fehlerhaft oder abweichend von ihrer eigentlichen Bestimmung, von der Regel oder von den üblichen Strukturen zum Einsatz. Die Grenzen zwischen diesen zwei Vorgehensweisen sind fließend, sowie auch die Grenzen zwischen Kunst, Forschung und Wissenschaft. Anhand aktueller Beispiele aus der Kategorie „Computer Animation / Film / VFX“ des Medienkunstwettbewerbs Prix Ars Electronica werden unterschiedliche Strategien der andersartigen und subversiven Nutzung von Hard- und Software an der Schnittstelle von Kunst, Technologie und Animation vorgestellt und diskutiert.
Zeitraum11 Nov 2016
EreignistitelZur Ästhetik des Gemachten in Animation und Comic
VeranstaltungstypWorkshop
OrtHannover, Deutschland